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Musiker

Gabalier Vermögen

Andreas Gabalier Vermögen und Einkommen
Geschätztes Vermögen:15 Millionen €
Alter:35
Geboren:21.11.1984
Herkunftsland:Österreich
Quelle des Reichtums:Musiker
Zuletzt aktualisiert:2020

Kurze Einleitung

Die Berge bedeuten ihm alles. Er klettert “hinauf”, um “unten” zu bleiben, mit beiden Füßen auf dem Boden, und um sich daran zu erinnern, dass es noch mehr gibt als den Erfolg: Familie, Freundschaften, Heimat. Er wäscht und bügelt gerne, mag aber auch schnelle Autos und Arnold Schwarzenegger, mit dem er sich hin und wieder auf einen Schoppen trifft. Die Rede ist von Andreas Gabalier, durchtrainierter Allround-Musiker, der nie ahnte, dass er so schnell in Österreich und darüber hinaus berühmt werden würde.

Frühes Leben

Andreas Georg Gabalier kommt 1984 auf einer Schnellstraße in der Nähe von Friesach, Kärnten, auf die Welt. Die Eltern waren gerade mit dem Auto unterwegs. Er ist nicht das einzige Kind, Mutter Huberta und Vater Wilhelm haben schon einen Sohn. Zwei weitere Kinder, ein Junge und ein Mädchen, sollen noch folgen.

Gabaliers frühe Jahre weisen laut eigenen Angaben Parallelen zu “Heidi” auf. Eigentlich lebt er im steirischen Graz bei Mutter und Vater, nimmt dort Klavier-, Blockflöten- und sogar Ballettunterricht. Am Wochenende jedoch besucht er seine Großeltern auf dem Land, spielt dort mit seinen Cousins, fährt Traktor und melkt Kühe. Die Großeltern erzählen vom Krieg, vermitteln ihm ein traditionelles, wenig emanzipiertes Frauenbild. Aber er lernt auch, was Zusammenhalt und Bescheidenheit bedeutet.

Gabalier scheint ein kleiner Träumer zu sein. Während seiner Zeit beim Militär schreibt er Gedichte. Das folgende Jurastudium beginnt er nur wegen der schönen Mädchen – und hört dann wieder damit auf. Stattdessen entdeckt er seine Leidenschaft zur Musik. Über die Jahre verfasst er Liedertexte und mischt seine Kompositionen am heimischen Computer, produziert CDs in einem kleinen Kellerstudio und nutzt das Internet zur Selbstvermarktung.

Dann, 2006, passiert etwas, womit wohl keiner im Hause Gabalier gerechnet hat: Vater Wilhelm nimmt sich auf furchtbare Weise das Leben. 2008 begeht auch Gabaliers jüngere Schwester Selbstmord. Der spätere Hit “Amoi seg ma uns wieder” ist den Liebsten gewidmet, die Gabalier verloren hat, ein Lied das stets für sentimentale, ruhige Momente in seinen Konzerten sorgt.

Karriere

2008 macht er sich auf den Weg zum ORF, dem österreichischen TV und Radiosender, präsentiert dort zwei seiner selbstkomponierten Songs. Dann geht alles ganz schnell. Im Frühjahr 2009 lädt Andy Borg ihn in den Musikantenstadl ein – Gabaliers erster großer Fernsehauftritt, damals noch ganz brav ohne Gelfrisur. Es folgt ein Auftritt beim Vorentscheid zum Grand Prix der Volksmusik. Gabalier schafft es nicht auf den ersten Platz, aber seine Karriere kommt dennoch ins Rollen. Sein erstes veröffentlichtes Album “Da komm ich her” positioniert sich sogleich auf Platz 4 der Hitparade in Österreich und wird schon nach kurzer Zeit im deutschsprachigen Raum mit Gold und Platin belohnt. Sein Mix aus Rock und Volkstümlichkeit, begleitet von Ziehharmonika und E-Gitarre, kommt an und prägt ein Genre, das bislang gar nicht existierte.

In den Folgejahren veröffentlicht Gabalier zwei weitere Alben: “Herzwerk” und “Volks-Rock’n’Roller”. Auch diese werden Kassenschlager und Dauerbrenner. “Herzwerk” hält sich so lange in den österreichischen Top Ten, dass es Michael Jacksons “Thriller”-Rekord zu brechen droht. Doch nicht nur das. Gabalier ist einer der sehr wenigen Künstler, denen es gelungen ist, drei Alben – also alle bisher veröffentlichten – gleichzeitig auf den vordersten Plätzen der österreichischen Hitparade zu positionieren.

2011 tritt Gabalier in der Sendung “Willkommen bei Carmen Nebel” auf. Ein Jahr später gelingt es ihm, noch bekannter und erfolgreicher zu werden: seine Teilnahme an der Musikshow “Sing meinen Song”, in der berühmte Musiker jeweils die Lieder anderer Künstler vortragen und neu interpretieren, vergrößert seine Fangemeinde noch und weckt das Interesse jener, die bislang mit seinem Musikstil nichts anfangen konnten.

Auch in der Liebe läuft es nicht schlecht. Seit 2013 ist Gabalier mit Silvia Schneider, einer österreichischen Moderatorin, liiert. Und der berufliche Erfolg reißt nicht ab. Auch wenn er inzwischen mit großen Bühnen vertraut ist, spielt Gabalier jetzt oft in Stadien vor bis zu 80.000 Konzertbesuchern. 2017 und 2018 sogar am Hockenheimring. Gabalier tritt überall dort auf, wo deftige Stimmung gewünscht ist. Und er wird immer mehr zu seinem eigenen Markenzeichen: Pomade im Haar, Lederhosen und ein riesiger, deformierter Haselnussstrauch als Mikrofonständer. Dazu ein lasziver Hüftschwung und der steirische Dialekt. Gabalier ist der Presley der Berge, der inzwischen auch Werbung für Buttermilch macht und somit das vorherige Werbegesicht der Marke ablöst: Annemarie Wendl, die berühmte Else Kling aus der Lindenstraße.

Highlights der Karriere

Dank der mehr als 2 Millionen verkauften Tonträger kann Gabalier dutzende Preise sein Eigen nennen: sieben österreichische Amadeus Austrian Music Awards, vier Echos, den Bambi und unzählige Gold- und Platin-Schallplatten, um nur einige Auszeichnungen zu nennen.

Ein spezieller Höhepunkt dürfte für ihn das Jahr 2016 gewesen sein, als er in Wien ein Konzert für das begehrte Format “MTV Unplugged” gab. Für gewöhnlich treten dort nur internationale Superstars auf. Deutschsprachige Künstler, denen diese Ehre zuteil wurde, gibt es wenig. Gabalier reiht sich somit ein in die Riege von Grönemeyer, Westernhagen und den Toten Hosen.

Berühmte Zitate

Gabalier singt und sagt, was er denkt. Er gibt selbst zu, in dieser Hinsicht recht direkt zu sein: “Wenn dich etwas stört, dann raus damit!” ist sein Motto. Dies bedeutet nicht, dass er nicht tolerant wäre: “Jeder soll eine Meinung haben und diese auch vertreten. Dass man mit einer Aussage auch mal aneckt, ist normal.” Zum Thema Kritik meint er: “Mein Hirschleder ist dick, die Lederhosn hält das aus.”

Erstaunliche Fakten

Trotz seiner Popularität, gerät Gabalier immer wieder ins Kreuzfeuer. Das 2011 veröffentlichte Album “Volks-Rock’n’Roller” kommt mit einem eigenartigen Plattencover daher: Gabalier auf einem Berggipfel balancierend, die Arme und Beine merkwürdig angewinkelt und verrenkt, als wolle er gleich irgendwo hinrennen. Kritiker glauben, in dieser Positur ein Hakenkreuz zu erkennen. Eine geheime faschistische Botschaft?

Mehrfach äußerte sich Gabalier zu den Vorwürfen, die er als “unfassbar” bezeichnet. Neider würden “Dinge erfinden, die nicht da sind.” Dennoch: In seinen Texten lauern Begriffe, die an ehemalige Soldatenlieder erinnern. Und sein Welt- und Frauenbild ist irgendwo in den 50ern bei seiner Großmutter in der Küche stehengeblieben und wirkt nicht gerade zeitgemäß.

Dabei ist Gabalier durchaus für Frauenrechte und Toleranz gegenüber Minderheiten. Es wäre ihm “wurscht” was andere tun, bringt er deutlich zum Ausdruck. Und mit der Kritik könne er gut umgehen. Doch so einfach ist es dann doch nicht. Der Intendant des Wiener Konzerthauses meinte noch vor wenigen Jahren, er würde Gabalier nicht auf seine Bühne lassen – mit der Folge, dass diverse Agenturen Auftritte Gabaliers stornierten. Gabalier ging gerichtlich dagegen vor, allerdings ohne Erfolg aufgrund der von ihm selbst propagierten Meinungsfreiheit.

Doch ernsthafte Sorgen muss er sich um seine Karriere sicher nicht machen. Erst 2018 wurde er in Österreich mit dem Erscheinen von acht Sonderbriefmarken geehrt. Und er durfte das “Heidi”-Lied neu einsingen. Damit auch die letzten, die ihn noch nicht kennen, wissen, wer ist.

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Geschätztes Vermögen:15 Millionen €

Michael Weidner ist digitaler Marketing-Experte und hat in dem Bereich über 10 Jahre Erfahrung gesammelt. Er interessiert sich stark für die Themen Unternehmertum und Vermögensaufbau. Aus diesen persönlichen Interessen ist auch die Idee für die Webseite Vermoegen.org entstanden.

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