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Musiker

Semino Rossi Vermögen

Semino Rossi Vermögen und Einkommen
Vermögen:10 Millionen €
Alter:57
Geboren:29.05.1962
Herkunftsland:Argentinien
Quelle des Reichtums:Schlagersänger
Zuletzt aktualisiert:2020

Kurze Einleitung

Beinahe hätte er eine waschechte “Baywatch”-Laufbahn eingeschlagen. Doch dann kam der gnadenlose Romantiker in ihm durch und er wählte eine musikalische Karriere. Semino Rossi, der Sonnenuntergänge am Strand liebt und seine gegenwärtige Frau gleich zweimal geheiratet hat, ist seit vielen Jahren eine der größten Figuren der deutschen Schlagerszene – und könnte mit seinen sentimentalen Balladen sogar die Polkappen zum restlosen Schmelzen bringen.

Frühes Leben

Semino Rossi wird 1962 in Argentinien geboren, genauer gesagt in der Industriemetropole Rosario. Eigentlich heißt er Omar Ernesto. Semino ist der Nachname seiner Familie. Omars Mutter Esther, zu der er auch heute noch eine innige Beziehung hat, kümmert sich aufopfernd um ihre eigenen Kinder aber auch um jene der Umgebung, die noch weniger haben und vorbeikommen, um Almosen zu erbetteln.

Die Seminos sind allesamt sehr musikalisch. Der Vater verdingt sich als Tangosänger, die Mutter ist Pianistin und lehrt ihrem Sohn das Klavierspielen. Zudem bringt sich Omar selbst das Gitarrespielen bei. Schon mit sechs Jahren ist er sich ganz sicher: Er möchte einmal Sänger werden.

Dennoch schlägt er zunächst eine ganz andere Richtung ein. Er belegt einen achtmonatigen, zertifizierten Rettungsschwimmerkurs des Roten Kreuzes und befreit bei zahlreichen Einsätzen mindestens 15 Menschen aus den tödlichen Fluten. Nebenbei gibt er Kindern Schwimmunterricht und am Wochenende singt er in Kneipen. Aber richtiges Interesse bringt niemand für die Musik des jungen Omar auf. 1985, mit 23 Jahren, beschließt er, seine Heimat zu verlassen und nach Europa auszuwandern, wo er sich mehr Möglichkeiten für eine Karriere erhofft.

Karriere

Sein erster Weg führt ihn nach Spanien, da ihm dort zumindest die Sprache vertraut ist. Er wohnt an der Costa del Sol, begibt sich auf die Suche nach Arbeit, fragt in sämtlichen Hotels, ob Bedarf an musikalischer Unterhaltung der Gäste besteht. Ohne Erfolg. Ein guter Freund schlägt ihm vor, er solle es doch einfach als Straßenmusikant probieren. Gesagt getan. Und tatsächlich verdient sich Omar genug Geld, um seine täglichen Ausgaben für Nahrung, Unterkunft und Kleidung zu bezahlen. Er spielt auf der Straße, wandert in Restaurants von Tisch zu Tisch und lebt von dem Geld, das ihm die Menschen in die Hand drücken.

Auch verbringt er einige Zeit in Italien sowie in der Schweiz, immer wieder auf der Suche nach neuen Gelegenheiten, um Musik zu machen, bis er schließlich in Österreich landet. Auch hier versucht er, seinen Lebensunterhalt mit Straßenmusik, Auftritten in Hotels und Restaurants zu bestreiten. Große Mengen Geld beschert ihm das Ganze nicht, dafür aber lernt er die “Liebe seines Lebens kennen” – Hebamme Gabi aus Südtirol, die – angetan von seiner Sangeskunst – ihm eines Abends einen Groschen gibt. 20 Schilling, die Omars Leben für immer verändern sollen. 1991 heiraten die beiden.

Währendessen hangelt sich Omar von Engagement zu Engagement, versucht, die Durststrecken der Saison zu überdauern, indem er die Winter in Österreich und die Sommer in Spanien mit dem Musizieren verbringt. Auch schreibt er diverse Plattenfirmen in Deutschland an, bekommt jedoch keine Antwort. Stattdessen gelingt es ihm zumindest, größere Aufträge an Land zu ziehen in Form von Auftritten bei wichtigen Tanzwettbewerben. So unterstützt er unter anderem die Weltmeisterschaft für lateinamerikanische Tänze in Innsbruck. Irgendwann wird er sogar zu einer Meisterschaft nach Moskau in den Kreml eingeladen, die vor 40 Millionen Fernsehzuschauern übertragen wird.

Das Jahr 2001 ist ohnehin ein Schicksalsjahr für Omar. Auf einer privaten Geburtstagsfeier macht er Musik und kommt schließlich ins Gespräch mit jemandem, der zufällig Kontakt zu Franz Koch hat – Chef einer Plattenfirma. Koch ruft Omar nur wenige Tage später an und fragt ihn, ob er möglicherweise Interesse habe, Schlager zu singen. Omar zögert keinen Augenblick, wittert seine große Chance, und dies obwohl er kaum ein Wort Deutsch sprechen – geschweigedenn singen – kann. Sein zukünftiger Manager verpasst ihm kurzerhand einen intensiven, über Jahre dauernden Sprachkurs.

Und so kommt es, dass Omar unter dem Namen Semino Rossi 2004 sein Debütalbum “Alles aus Liebe” veröffentlicht. Obwohl es sich erfolgreich verkauft, dauert es noch ein wenig bis Omar bzw. Semino einen gewissen Grad der Berühmtheit erlangt, was sich als gar nicht so einfach erweist. Die Schlagerszene ist auf der Suche nach jungem Blut, aber Semino ist schon ein “älterer Herr”. Schließlich ist es Florian Silbereisen, der ihm die Chance gibt, in seiner Sendung “Feste der Volksmusik” zu singen – Semino Rossis erster Fernsehauftritt, und es sollen weitere folgen. “Wenn die Musi spielt”, “Willkommen bei Carmen Nebel” und der “Musikantenstadl” stehen auf dem Programm. Und Semino wird immer beliebter, besonders bei den Frauen.

Mit dem Album “Ich denk an Dich” aus dem Jahr 2006 katapultiert er sich erstmals auf Platz 1 der deutschen und österreichischen Hitparade. Es folgt seine erste Solotournee und die zweite Hochzeit mit Gabi, die er in seiner Heimat im Kreise seiner argentinischen Familie heiratet.

In den folgenden Jahren veröffentlicht Semino 15 weitere Alben – die Tour- und Special Editions nicht mitgezählt. Auf dem 2019 erschienenen Album “So ist das Leben” befinden sich auch spanische Lieder, darunter eine Coverversion des Hits “Amoi seg ma uns wieder” von Andreas Gabalier.

Semino Rossi lebt mit seiner Frau Gabi und seinen zwei Kindern Vanessa und Laura in Mils bei Hall in Tirol und ist vor kurzem Großvater geworden.

Highlights der Karriere

Im Laufe der Jahre konnte Semino Rossi schon zahlreiche Preise absahnen, darunter den Echo, dreimal den österreichischen Amadeus Austrian Music Award, zweimal die Krone der Volksmusik, des Weiteren die Goldene Henne, die Goldene Stimmgabel und den Goldenen Enzian. Auch durfte er erlauchte Eminenz sowie Prominenz mit seinem Gesang erfreuen, darunter Königin Beatrix, Andrea Bocelli und die Familie Swarovski.

Berühmte Zitate

Semino Rossi ist schicksalsergeben und sehr gläubig. Stets führt er ein Madonnenbild bei sich, das er vor jedem Bühnenauftritt mit einem Kuss versieht. Sein unerschütterlicher Glaube gebe ihm Kraft, die Hürden des Lebens und die Herausforderungen seines Sängerdaseins zu meistern. “Das Leben ist so, wie es ist, manchmal auch nicht so, wie wir es gern hätten”, meint er ergeben. “Dann müssen wir versuchen, das Beste daraus zu machen. Man muss auch bereit sein, zu kämpfen. Mein Glaube hat mir in schwierigen Situationen geholfen, das Vertrauen daran, dass es jemanden gibt, der lenkt.”

Erstaunliche Fakten

Wie schon seine Mutter ist Semino Rossi sozial sehr engagiert, beweist, dass er nicht nur über tiefe Gefühle singt, sondern sie auch hat. 2013 spendete er die Gage eines Benefizkonzerts an die Opfer der damaligen sieben Länder übergreifenden Hochwasserkatastrophe. Auch engagiert er sich intensiv für die armen Kinder in seinem Heimatland Argentinien. Dank seiner Hilfe konnten zahlreiche Verbesserungen in den Bereichen Schulbildung, Unterkunft, Ernährung und Medizin vorgenommen werden. Doch auch für die Welthungerhilfe und die Organisation Sternstunden setzt er sich ein. Vielleicht ein Versuch, etwas von dem zurückzugeben, was ihm in die Wiege gelegt wurde, denn er sagt, seine Stimme habe ihm der liebe Gott geschenkt.

Michael Weidner ist digitaler Marketing-Experte und hat in dem Bereich über 10 Jahre Erfahrung gesammelt. Er interessiert sich stark für die Themen Unternehmertum und Vermögensaufbau. Aus diesen persönlichen Interessen ist auch die Idee für die Webseite Vermoegen.org entstanden.

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