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Unternehmer

Reinhold Würth Vermögen

Reinhold Würth Vermögen und Einkommen
Vermögen:1,2 Milliarden €
Alter:85
Geboren:20.04.1935
Herkunftsland:Deutschland
Quelle des Reichtums:Unternehmer
Zuletzt aktualisiert:2020

Kurze Einleitung

Der Unternehmer Reinhold Würth baute sein riesiges Vermögen anfänglich mit einem Schrauben-Handelsunternehmen auf. Nach intensiverer Erweiterung wurde er damit zum internationalen Marktführer für Montagetechnik. Zudem tritt er als Kunstförderer und -liebhaber auf und ist Ehrenprofessor für Entrepreneurship.

Frühes Leben

1935 in Baden-Württemberg geboren, gründeten seine Eltern direkt nach dem Krieg eine Großhandlung für Schrauben. Zunächst ohne Mitarbeiter, wurde Reinhold Würth im Alter von 14 Jahren von der Schule abgemeldet und der erste Auszubildende sowie Mitarbeiter im elterlichen Unternehmen. Dieses war in Künzelsau ansässig. Schon vor seiner Volljährigkeit verstarb der Vater, sodass Reinhold Würth zwei Jahre warten musste, bis er 21 wurde, ehe er die Geschäftsführung des Unternehmens übernehmen konnte. Von da an führte er das Unternehmen “Würth” vom regional handelnden Akteur zu einem Weltunternehmen.

Karriere

Dies gelang Reinhold Würth, indem er immer mehre expandierte und das Sortiment seiner Firma “Würth” erweiterte. Dazu gehörte auch schon recht früh, einfach die Produzenten von Schrauben aufzukaufen, sobald ihm das florierende Unternehmen ihm die Mittel dazu ermöglichte.

Als er schließlich dazu überging, seinen Handel auch auf das Ausland auszuweiten, war der Weg zu einem Weltunternehmen begonnen. Mittlerweile ist die Würth-Gruppe in über 80 Ländern tätig und dies mit über 400 verschiedenen Gesellschaften. Dabei erzielt sie jährlich einen Umsatz von über 10 Milliarden Euro, wovon mehr als die Hälfte im Ausland erwirtschaftet wird. Anfänglich nur Schrauben verkaufend, ist das Betätigungsfeld der Würth Gruppe inzwischen sehr weit gefasst, hat aber weiter den Schwerpunkt im Bereich der Befestigungstechnik.

Seit 1994 ist Reinhold Würth nicht mehr Teil der operativen Geschäftsführung. Dafür war er von 1999 bis 2003 Leiter des Insituts für Entrepreneurship an der Universität von Karlsruhe.

Sollte die Einschätzung seines Vermögens korrekt sein, so war er vor wenigen Jahren der elftreichste Deutsche und weltweit der hundertdreißigreichste Mensch. Sein Vermögen hat er mittlerweile in die Stiftung Würth eingebracht. Diese soll das Unternehmen auch nach seinem Tode in seinem Sinne weiterführen.

Seit seinem Rückzug aus der operativen Geschäftsführung tritt er öffentlich vor allem als Kunstförderer in Erscheinung. Zum einen besitzt er selbst eine umfangreiche Sammlung mit dem Namen Sammlung Würth. Zum anderen fördert er überhaupt die Künste an sich und die Möglichkeiten für normale Bürger, damit in Kontakt zu treten.

2003 kaufte er beispielsweise die Fürstlich Fürstenbergische Sammlung, als diese aufgelöst zu werden drohte. Für das Gemälde “Darmstädter Madonna” aus der Frührenaissance zahlte er 2011 50 Millionen Euro. Dies ist wie viele weitere Teile der Sammlung Würth in der Johanniterkirche in Schwäbisch Hall ausgestellt.

Reinhold Würth ist seit 1956 mit seiner Ehefrau Carmen verheiratet. Mit ihr hat er drei Kinder. Er lebt mit seiner Frau seit 1974 im Schloss Hermersberg. Sein behinderter Sohn wurde 2015 entführt und später unversehrt freigelassen. Der oder die Entführer wurden bislang nicht gefasst.

Reinhold Würth gehört der Neuapostolischen Kirche an. 2008 sah er sich Vorwürfen der Steuerhinterziehung ausgesetzt. Dabei ging es allerdings um interne Verrechnungsverfahren innerhalb seiner Firmen, nicht um sein privates Einkommen. Würth stimmte einem Strafbefehl in Höhe von 700 Tagessätzen zu, womit er als vorbestraft gilt. Unter anderem deshalb beantragte er 2010 die österreichische Staatsbürgerschaft, die er auch erhielt.

Highlights der Karriere

Möglicherweise ist es unter den vielen Auszeichnungen, die Reinhold Würth erhielt, das 1985 verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande, das er zu seinen Highlights zählt. Oder es ist die Erweiterung dessen aus dem Jahr 1996, als er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhielt. Hinzu kommen zahlreice Ehrendoktorwürden und Ehrenbürgerschaften, so u. a. der Universität Palermo und der University of Louisville. Außerdem ist Reinhold Würth Ritter der Ehrenlegion.

Allgemein dürfte es aber der Umstand sein, den elterlichen Kleinbetrieb zu einem milliardenschwerden Weltunternehmen gemacht zu haben.

Berühmte Zitate

“Jedes Unternehmen ist ein soziologisches Gebilde und unterliegt – wie der lebende Organismus – dem Werden, dem Sein und dem Vergehen. Ich schließe daraus: Solange ein Unternehmen noch im Werden ist, können wir nicht vergehen. Darum ist Wachstum so wichtig. Stillstand ist Rückschritt und der erste Schritt zum Grab. Aber niemand wird lebendig begraben – und da unser 75 Jahre junges Unternehmen so frisch, vital und voller Unternehmungslust ist, wird ihm noch eine blühende Zukunft bevorstehen.”

“Ich habe schon zwei Arbeitsleben hinter mir.”

“Das Unternehmen ist mein Hobby, meine elektrische Eisenbahn.”

Erstaunliche Fakten

Reinhold Würth warnt eindrücklich und öffentlich vor einem Rechtsruck der Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Namentlich benannte er dabei große Teil der AfD als Gefahr für die Gesellschaft.

Er ist überzeugt davon, seine Mitarbeiter durch Kunst überzeugen zu können. So baute er als weltweit erstes Unternehmen eine Kunstgalerie in ein Verwaltungsgebäude seiner Firma ein.

Im Jahr 1987 gründete Reinhold Würth eine Stiftung, die auch angesehen Kunst-Preise vergibt.

Das jährlich in Tauberbischofsheim stattfindende Weltcup-Turnier im Degenfechten der Damen ist seit dem Jahr 1987 nach ihm benannt.

Michael Weidner ist digitaler Marketing-Experte und hat in dem Bereich über 10 Jahre Erfahrung gesammelt. Er interessiert sich stark für die Themen Unternehmertum und Vermögensaufbau. Aus diesen persönlichen Interessen ist auch die Idee für die Webseite Vermoegen.org entstanden.

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