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Unternehmer

Martin Winterkorn Vermögen

Martin Winterkorn Vermögen und Einkommen
Geschätztes Vermögen:100 Millionen €
Alter:73
Geboren:24.05.1947
Herkunftsland:Deutschland
Quelle des Reichtums:Unternehmer
Zuletzt aktualisiert:2020

Kurze Einleitung

Der frühere Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG ist eine öffentliche Person in der Bundesrepublik. Zunächst bei Bosch und dann bei Audi tätig, wechselte er 1993 zu VW, wo er ab 2000 im Vorstand saß und ab 2006 Vorstandsvorsitzender wurde. Durch die Verstrickungen in den VW-Abgasskandal geriet er nach sehr erfolgreichen Jahren schließlich so schwer in die Kritik, dass er 2015 zurücktrat. Zurzeit laufen mehrere Verfahren gegen ihn in Deutschland und den USA wegen Betrugs und anderer Vergehen, deren Ausgang zurzeit offen ist.

Frühes Leben

Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt. Ab 1966 studierte Martin Winterkorn, der in Leonberg geboren wurde, in Stuttgart Metallkunde und Metallphysik. Ab 1973 war Winterkorn als Doktorand beim Max-Planck-Institut für Metallforschung tätig, was er schließlich mit einem Doktortitel beendete. Von da an begann seine Tätigkeit in der freien Industrie.

Karriere

Zunächst war er als Forscher bei der Robert Bosch GmbH tätig, einem Automobilzulieferer. Dies tat er so erfolgreich, dass er schon 1981 als Assistent des Vorstands für Qualitätssicherung zum Automobilhersteller Audi wechselte. Es folgten weitere Karrieresprünge wie die Berufung zum Bereichsleiter sowie ab 1990 Leiter der gesamten Qualitätssicherung von Audi.

Auch hier erarbeitet er sich einen vorzüglichen Ruf in Bezug auf seine Arbeit und seine Leistung, wenn auch damals schon manchmal Kritik an seinem autoritären Umgang mit Mitarbeitern geäußert wurde. Diesen Charakterzug behielt er wohl bis zum Ende seiner Berufslaufbahn bei, nicht ohne damit sehr erfolgreich zu sein.

So wechselte er 1993 schließlich zu Volkswagen. Auch hier war er zunächst bei der Leitung der Qualitätssicherung aktiv. Schon ein Jahr später wurde er Generalbevollmächtigter der VW AG, ab dem Jahr 2000 stieg er in den Vorstand auf. Hier war er zunächst Vorstand für den Bereich “Forschung und Entwicklung”.

2006 kam Martin Winterkorn dann auf dem Gipfel seiner Karriere an. Nach dem Ausscheiden von Bernd Pischetsrieder wurde er dessen Nachfolger als Chef des gesamten Konzerns und somit Vorstandsvorsitzender.

Sein Gehalt lag 2011 bei über 17 Millionen Euro, ein Rekord für einen Vorstandsvorsitzenden eines DAX-Unternehmens. Zudem erwarb er sich damit Pensionsansprüche in Höhe von 1,33 Millionen Euro pro Jahr. Die großen Erfolge, die VW unter seiner Regie feierte, schienen diese Summen zunächst zu rechtfertigen, auch wenn in der deutschen Gesellschaft einiges an Kritik an diesen Beträgen laut wurde.

In dieser Zeit war er auch Honorarprofessor an mehreren Universitäten, so der Technischen Universität Budapest und der TU Dresden.

Seit Bekanntwerden des Abgasskandals, an dem Martin Winterkorn die nominelle Verantwortung trägt, ist sein Ruf allerdings völlig ruiniert. US-Behörden hatten Manipulationen der Abgaswerte bei Dieselwagen von VW aufgedeckt. Martin Winterkorn trat 2015 als Vorstandsvorsitzender von VW zurück, ebenso tat er dies bei der Porsche Holding und vom Aufsichtsratsposten bei Audi.

Stand 2020 sind mehrere Verfahren wegen Betrugs und ähnlicher Vergehen gegen ihn eröffnet. Neben äußerst empfindlichen Geldstrafen könnte ihm auch eine Freiheitsstrafe drohen.

Highlights der Karriere

Seine gesamte Zeit als Vorstand von VW kann als großer Erfolg gewertet werden – bis ihn der Abgasskandal seinen guten Ruf, den Job und vielleicht sogar die Freiheit kostete. Bis dahin hatte er Volkswagen zu immer neuen Rekorden geführt. Höchste Absatzzahlen, zehntausende neue Arbeitsplätze und Rekordzahlen bei Absatz und Gewinn. Im Zuge des Skandals verblassen diese Leistungen mehr als nur ein wenig und dennoch sind sie Teil des in weiten Teilen erfolgreichen Lebens und Wirkens von Martin Winterkorn.

Seine lange Zeit erfolgreiche Tätigkeit als Manager schlug sich auch in zahlreichen Auszeichnungen wieder. Die vielleicht wichtigste davon war jene zum Manager des Jahres 2012 der Zeitschrift “Manager Magazin”. Nominell bedeutsamer mögen die beiden Ehrendoktorwürden sein, die er von der Technischen Universität Chemnitz und der Technischen Universität München erhielt. Außerdem ist er Ehrenprofessor der Tongji-Universität in Shanghai.

Berühmte Zitate

“Vorstände verdienen sehr viel und tragen hohe Verantwortung. Da haben Fehler schnell sehr gravierende Konsequenzen. Entsprechend konsequent muss dann auch bei unzureichenden Ergebnissen gehandelt werden.”

“Ich erwarte von meinen Topmanagern ein sicheres Gefühl für Autos: Euphorie für Dinge, die wirklich gut sind, Unduldsamkeit gegen Schwächen.”

“Die Mitarbeiter, die mich noch aus meiner Zeit als Qualitätsmann bei Audi oder VW kennen, wissen, dass ich nicht an Hierarchien, sondern ausschließlich an den harten Fakten interessiert bin. Gerade bei heißen Themen, wenn irgendwo ein Problem auftaucht.”

“Volkswagen soll in jeder Hinsicht an der Spitze stehen, auch in Sachen verantwortungsvoller Unternehmensführung. Ich bin mit dem Wort ,Vorbild’ vorsichtig – einen Vorreiter kann man unsere Industrie und damit auch Volkswagen aber sehr wohl nennen: Bei den Arbeitsbedingungen, beim verantwortlichen Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten macht uns wohl niemand etwas vor.”

Erstaunliche Fakten

In seiner Zeit bei VW ließ er sich einen Teich für Kois in sein Anwesen bauen. Alleine die Errichtung einer Heizanlage für diesen Teich verschlang 60.000 Euro, die natürlich VW übernahm.

Martin Winterkorn ist Vater von zwei Söhnen mit zwei verschiedenen Frauen.

Mit seiner Frau gründete er kurz vor Bekanntwerden des Abgasskandals eine Firma, deren alleinig haftende Geschäftsführerin seine Frau ist. Dorthin transferierte Martin Winterkorn große Teile seines Vermögens.

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Geschätztes Vermögen:100 Millionen €

Michael Weidner ist digitaler Marketing-Experte und hat in dem Bereich über 10 Jahre Erfahrung gesammelt. Er interessiert sich stark für die Themen Unternehmertum und Vermögensaufbau. Aus diesen persönlichen Interessen ist auch die Idee für die Webseite Vermoegen.org entstanden.

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